ERASMUS+: Jobshadowing in Split

Vom 02.11. bis 08.11.2025 fand im Rahmen des Erasmus+-Programms ein Jobshadowing an der School of Fine Arts Split, sowie am Center of Excellence Split in Kroatien statt. Die Woche bot vielfältige fachliche und kulturelle Einblicke und eröffnete neue Perspektiven auf künstlerische Bildung im europäischen Kontext.

Einblicke in das kroatische Schulsystem und innovative Bildungsangebote

Zu Beginn standen Informationen zum kroatischen Schulsystem sowie zur Arbeit des Center of Excellence Split im Mittelpunkt. Das Zentrum fördert besonders interessierte und begabte Schüler:innen in zukunftsorientierten Bereichen wie 3D-Druck, Drohnentechnologie und Virtual Reality. Besonders beeindruckend war die selbstverständliche Verbindung von moderner Technologie und kreativem Arbeiten. Eine Stadtrallye durch die historische Altstadt von Split ergänzte das Programm und ermöglichte zugleich kulturelle Einblicke in die Region.

Die School of Fine Arts Split – Bildende Kunst als Schwerpunkt

Im Zentrum der Woche stand der Besuch der staatlichen School of Fine Arts Split. Die Schule umfasst die Jahrgangsstufen 9 bis 12 und führt nach vier Jahren zum Abitur mit künstlerischem Schwerpunkt. Die Aufnahme erfolgt über eine Eignungsprüfung. Nach erfolgreicher Aufnahme spezialisieren sich die Schüler:innen auf einen der Fachbereiche: Grafikdesign, Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Industriedesign oder Modedesign.

Die Hospitationen ermöglichten einen intensiven Einblick in die Arbeitsweise und den Unterricht der Schule. Auffallend sind die hohe fachliche Qualität, die intensive individuelle Betreuung (Klassen sind in der Regel nicht größer als zwölf Schüler:innen) sowie die inspirierende künstlerische Atmosphäre. Die Werkstätten und Ateliers schaffen optimale Bedingungen für kreatives Arbeiten und lassen das Herz jeder Kunstlehrkraft höherschlagen.

Aktive Teilnahme und künstlerische Praxis

Neben Unterrichtshospitationen und Gesprächen mit den Lehrkräften und Schüler:innen vor Ort bestand auch die Gelegenheit, selbst praktisch tätig zu werden. In verschiedenen Drucktechniken, in den Bereichen Malerei und Zeichnung sowie in der Keramik konnten künstlerische Prozesse unmittelbar erlebt werden. Diese aktive Teilnahme ermöglichte authentische Einblicke in den Schulalltag und die kreative Arbeitsweise vor Ort.

Kultureller Austausch und neue Perspektiven

Ein gemeinsames Abschlussessen, der Besuch des Museums of Fine Arts sowie weitere Erkundungen der Altstadt boten Raum für kollegialen Austausch und kulturelle Vertiefung.

Insgesamt war das Erasmus+ Jobshadowing in Split eine äußerst bereichernde Erfahrung. Die gewonnenen Eindrücke, neuen Techniken und pädagogischen Impulse tragen dazu bei, den Blick auf künstlerische Bildung zu erweitern und wertvolle Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis mitzunehmen. Der internationale Austausch zeigt eindrucksvoll, wie gewinnbringend es ist, über den eigenen schulischen Tellerrand hinauszublicken und europäische Bildungsräume aktiv zu erleben.

(Text und Bilder: WNR)

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